Alles über Sonnenschutzmittel

Wie funktionieren eigentlich Sonnenschutzmittel?

Sonnenschutzmittel werden in zwei Gruppen unterteilt: die chemischen und die physiskalischen.

Die chemischen Sonnenschutzmittel

Die meisten Sonnenschutzprodukte im Handel enthalten synthetische UV-Filter, also Chemikalien, die in die Haut eindringen und die das UV-Licht bündeln und als Wärmestrahlen in die Haut leiten. Sie verursachen Hautreizungen, allergische Reaktionen und Hautprobleme. Hautprobleme werden zusätzlich noch verschärft durch die gängige Erdöl-Basislösung der meisten Sonnencremes. Außerdem besteht die Vermutung, dass die chemischen Stoffe den Hormonhaushalt stören. Dr. Margret Schlumpf von der Uni­versität Zürich konnte mehrere UV-Filter in der Muttermilch nachweisen. Je häufiger die Frauen sich eingecremt hatten, desto stärker war die Mutter­milch belastet. (Quelle: http://www.cosmia.de/200905/200905s02b.php)



Bedenkliche UV-Filter sind:

  • 4-Methyl-Benzylidencamphor (4-MBC), Ethylhexyl-Methoxycinnamate (OMC), 3-Benzylidencamphor (3-BC), Benzophenone-1 (BP1) + Benzophenone-2 (BP2) nicht in der EU zugelassen.
  • Benzophenone-3 (Oxybenzon), Synthetische UV-Filter, die in Tierversuchen eindeutige Wirkung auf den Hormonhaushalt zeigten.
  • Octyl-Dimethyl-Para-Amino-Benzoic-Acid (OD-PABA), Octocrylene. Bei diesen Stoffen liegen Hinweise auf eine hormonelle Wirkung aus Zellversuchen vor. Sie sind leider auch in normalen Cremes zu finden.

Ein sehr bedenklicher chemischer UV-Filter ist Oxybenzon. Oxybenzon kann die Atemwege, Verdauungswege, die Augen und die Haut reizen (brennen, kratzen, jucken). Und es kann in Verbindung mit Sonnenlicht photoallergische Reaktionen auslösen. In Verbindung mit Mineralölen (Paraffinum, Petrolatum, Dimethicone, Ceresine etc.) verschärfen sich die Hautprobleme. Die Sonnencreme wird aufgetragen, das Mineralöl verschließt die Hautporen, es kommt zum Wärmestau, da die Sonne darauf scheint, die Haut aber nicht atmen kann. Oxybenzon in Verbindung mit Sonnenlicht und den verschlossenen Poren kann zur 'Mallorca-Akne' führen. Diese verschwindet meistens nach dem Urlaub nach Absetzen der Sonnencreme und weniger direkter Sonneneinstrahlung auf die Haut.

Mittlerweile weiß man, dass ein sehr hoher Lichtschutzfaktor auch ein höheres Risiko an chemischen Giften in den Körper einbringt. Diese sind also mit Vorsicht zu genießen.

Die physikalischen Sonnenschutzmittel

Eine Alternative zu synthetischen UV-Schutzfiltern sind Präparate aus der Naturkosmetik mit Mineralien-Pigmenten wie Titandioxid oder Zinkoxid, die einen physikalischen Schutz bieten. Feinvermahlene mineralische Pigmente legen sich hier als Schutzfilm auf die Haut und reflektieren damit die im Sonnenlicht enthaltene gefährliche Strahlung wie ein Spiegel. Der Schutzfilm ist auch sichtbar und erscheint leicht weißlich. Mineralischer Lichtschutz hat eine hohe Verträglichkeit gerade bei sensibler Haut und ist daher ganz besonders für Säuglinge und Kleinkinder geeignet. Anders als bei den chemischen Mitteln, werden diese Inhaltsstoffe hier nicht von der Haut aufgenommen und sind somit verträglicher.

Der physikalische/mineralische Sonnenschutz muss ausreichend dosiert und nach dem Sport oder Baden erneut aufgetragen werden.

Biologischer mineralischer Sonnenschutz sollte eigentlich frei von Nanopartikeln sein, dennoch gibt es inzwischen Hersteller biologischer Kosmetik, die diese verwenden. Ab 2013 müssen Nanoteilchen übrigens auf der Verpackung deklariert werden.


Die besten Sommerschutzmittel nach der Environmental Working Group

Die EWG ist eine US-Amerikanische Non-Profit-Umweltorganisation mit Sitz in Washington DC. Ihr Ziel ist es, die nachhaltige Entwicklung und Gesundheit von Verbrauchern zu schützen. Im Juli 2009 hat die Umweltorganisation ausführliche Forschungsergebnisse zu Sonnencrèmes mit nanoskaligem Zinkoxid und Titaniumdioxid-Partikeln veröffentlicht. Das Ergebnis der Untersuchungen ist positiv ausgefallen. Die Environmental Working Group betont in Ihrem Bericht den Nutzen dieser speziellen Nanopartikel zur Abwehr von UV-Strahlen und zum Schutz vor Hautkrebs.

Auf der Website (englisch) der EWG steht der Bericht zur Verfügung: http://breakingnews.ewg.org/2012sunscreen/

Hier möchte ich einige organische Sonnencreme auflisten, die laut der Liste von EWG unbedenklich und von hoher Qualität sind. Sie schützen und pflegen unsere Haut und sind auch für die Kinder geeignet.

  • Aubrey Organics Natural Sun Unscented Sensitive Skin/ Children Sunscreen, SPF 30+
  • Aveeno Baby Natural Protection Mineral Block Face Stick, SPF 50
  • California Baby No Fragrance Sunscreen Lotion, SPF 30+
  • John Masters Organics SPF 30 Natural Mineral Sunscreen


Nach dem Öko Test (Öko-Test ist ein deutschsprachiges Verbraucher-Magazin mit einem Schwerpunkt auf ökologischen Themen.) können wir auch einige Sonnencreme nachforschen. http://www.fca.at/storage/users/4/4/pdf/7893/sonnenschutzmittel.pdf


Wählen Sie keine Sonnenschutzmittel, die Inhaltsstoffe enthalten, die nach Chemie klingen:

  • Methyl…
  • Propyl…
  • Butyl…
  • Ethyl…
  • Trieth…
  • Dieth…

usw.

Pflanzliche Öle die als Lichtschutzfktor auch funktionieren

  • Kokosöl hat einen eigenen Lichtschutzfaktor und man kann es deswegen gut als Sonnenschutzöl verwenden.
  • Jojobaöl enthält entzündungshemmende Stoffe. Jojobaöl eignet sich durch seine Heilwirkung auch bei Ekzemen und Psoriasis. Es ist für alle Hauttypen geeignet. Es pflegt und nährt und macht die Haut seidenweich. Das Öl enthält die wichtigsten Vitamine und Mineralien für die Haut. In reiner Form hat es sogar einen Lichtschutzfaktor (4) und eignet sich deswegen auch als Basisöl für ein Sonnenöl. Es unterstützt ausserdem langanhaltende Sonnenbräune.

  • Sesamöl ist besonders wirksam bei reifer Haut, schützt vor Umwelteinflüssen, hat einen leichten natürlichen Lichtschutzfaktor.


Sonnencreme einfach selbst gemacht

Auf Ihre Haut kommt ab sofort nur Gutes aus der Natur. Mit der richtigen Sonnenschutzpflege beugen Sie Hautproblemen vor.

Zutaten:

FETTPHASE:

  • ca.100 ml unraffiniertes Öl (eine Mischung aus verschiedenen Ölen ist es empfehlenswert): Olivenöl, Kokosöl, Avocado-, Jojobaöl, Sesamöl, Leinöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl. Die drei letzteren hinterlassen einen  Fettfilm auf der Haut und reflektieren die Strahlen.
  • ca. 3 EL Nussöl, verleiht der Haut schöne Farbe
  • ca. 2-3 Esslöffel Calendula-Öl oder Karottenöl
  • ca.10 Tropfen ätherisches Lavendelöl (es wirkt beruhigend, entzündungshemmend)
  • ca. 3 Tropfen Pfefferminzöl (es wirkt beruhigend und kühlend)
  • ca. 3 Tropfen Vanille ätherisches Öl
  • 50 ml Kakaobutter
  1. Erhitzen Sie die Kakaobutter im Wasserbad, bis die Kakaobutter geschmolzen ist. Dann mischen Sie die Öle zur Kakaobutter. Wenn die Masse abgekühlt ist, können Sie die ätherischen Öle hinzufügen.

Wasserphase:

  • ca. 100 ml Kalkwasser (erhältlich in Apotheken)

Wirkstoffphase:

  • ca. 1-2 Esslöffel Titandioxid-Pulver .
  • 1 gestrichener Esslöffel aus Zinkoxid-Pulver (optional) - entzündungshemmend, beruhigend, anti-allergen, milde physikalische Sonnenschutzmittel. Es kann die Haut austrocknen, sparsam gebrauchen.
  1. Wählen Sie ein gut verschliessbares, vorzugsweise dunkles Glas und vermischen Sie zuerst das Kalkwasser mit Titandioxid und Zinkoxid, dann die fügen Sie die Öle zu. Die Wasser- und die Fettphase müssen dieselbe Temperatur haben.
  2. Vor Gebrauch jedes Mal gut schütteln! Die Creme ist nicht wasserfest!

Einige ätherische Öle mit Furocumarin sind photosensibilisierend,  verstärken die Lichtempfindlichkeit der Haut und können zu sonnenbrandähnlichen Verbrennungen führen, wenn Sie die Haut nach dem Auftragen der ätherischen Öle der Sonne aussetzen. Alle Zitrusöle enthalten Furokumarine, ebenso sind Kreuzkümmelöl oder Johanniskrautöl photosensibilisierend.


Quelle:

http://www.ewg.org/newsrelease/whichsunscreenssafest

http://breakingnews.ewg.org/2012sunscreen/

http://www.fca.at/storage/users/4/4/pdf/7893/sonnenschutzmittel.pdf

http://www.cosmia.de/200905/200905s02b.php)

Cosima Bellersen Quirini: Naturkosmetik einfach selbst gemacht

 

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